Ferrero Deutschland wurde im September 1956 gegründet. Die zunächst unter dem Namen Assia GmbH firmierende Ferrero oHG mbH war lange Zeit das einzige Beispiel einer erfolgreichen Internationalisierung in der Süßwarenbranche. Als Standort wurde das 120 km von Frankfurt entfernt gelegene Stadtallendorf gewählt.
Die Vorhut
Zu Beginn hatte die deutsche Ferrero fünf Mitarbeiter: einen Ingenieur aus Turin, eine deutsche Sekretärin und drei Arbeiter aus dem Mutterwerk in Alba/Italien. In der 2000 m² großen Fabrik wurde zunächst ausschließlich ein Produkt hergestellt. Cremalba, so der Name, wurde in 200-Gramm-Gläsern abgepackt und verkauft.
Sechs Monate später hatte Ferrero Deutschland schon über 60 Mitarbeiter. Gegen Ende 1957 waren es bereits 150. Noch im gleichen Jahr erreichte das Werk in Stadtallendorf die gesetzten Produktionsziele. Der Aufbau einer Produktion jenseits der Alpen, von vielen Außenstehenden anfänglich als Abenteuer bezeichnet, war also schon im zweiten Jahr des Bestehens geglückt.
Der Durchbruch
Spätestens mit der Einführung eines Produktes begann der bis heute konstante Erfolg von Ferrero Deutschland: Die Kirschpraline Mon Chéri verhalf Ferrero zum Durchbruch auf dem deutschen Süßwarenmarkt. 1957 stellte Ferrero pro Tag 90 Doppelzentner Mon Chéri her. Bereits ein Jahr später war die Nachfrage der Konsumenten so groß, dass die Tagesproduktion der mittlerweile international berühmten Kirschpraline auf 200 Doppelzentner erhöht werden musste.
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