Bis ein Kakaobaum zum ersten Mal blüht, vergehen stolze fünf Jahre. Dann allerdings bringt er jährlich mehr als 100.000 orchideenähnliche Blüten hervor. Die Blüten reifen zu ca. 20 Zentimeter langen und 400 Gramm schweren Früchten. Die Früchte wiederum enthalten 20 bis 50 der begehrten Kakaobohnen.
Ernte, Fermentation und Trocknung
Aufgrund der unterschiedlichen Länge der Früchte wird in den Kakaoländern auch heute noch per Hand geerntet. Samen und Fruchtfleisch der Kakaofrucht werden nach der Ernte fermentiert. Dadurch wird das den Samen anhaftende Fruchtfleisch entfernt und in den Kakaokernen die ersten typischen Aromastoffe gebildet.
Während des Fermentierens saugen sich die Bohnen mit viel Flüssigkeit aus dem Fruchtfleisch voll. Die notwendige Trocknung besorgt anschließend die heiße Äquatorsonne. Auf riesigen Matten werden die Bohnen ausgebreitet und regelmäßig gewendet und ausgelesen.
Aus den Kernen wird die Kakaomasse
In den Importländern werden die Kakaobohnen sorgfältig geröstet und das Aroma endgültig erschlossen. Die gerösteten Kerne werden anschließend gebrochen, letzte Unreinheiten und Schalen werden entfernt. Der Kernbruch wird in Mühlen immer weiter zerkleinert. Durch die gleichzeitig stattfindende Erwärmung des in den Bohnen enthaltenen Fetts wird die Masse mit einem Male flüssig – ohne die Zugabe eines Tropfens Flüssigkeit.
Die Entstehung der Schokolade
Um Schokolade herzustellen, wird das aus der Kakaomasse gewonnene Kakaopulver mit Zucker, Kakaobutter, ggf. Milch oder Sahne vermischt. Die Knetmasse wird zwischen mehreren Walzen hauchdünn zerrieben und dann viele Stunden in speziellen Behältern gerieben, gerührt, gewendet, gedreht, gelüftet und temperiert, bis eine glatte Masse – die Schokolade – entsteht.
Dem typischen Geschmack einer Sorte liegen bestimmte von Schokoladenmeistern entwickelte Rezepturen zugrunde. Wie sich eine Markenschokolade zusammensetzt, bleibt das Geheimnis der jeweiligen Schokoladenfabrik.
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