Schutz der Umwelt

Gelebte Verantwortung

Als einer der weltweit führenden Süßwarenhersteller tragen wir besondere Verantwortung für den sorgsamen Umgang mit Ressourcen, die in unsere Wertschöpfungskette einfließen. Für uns sind Innovation, Kompetenz und eine hohe Sensibilität für Umweltaspekte entscheidende Faktoren für die langfristige Wettbewerbsfähigkeit.


Umweltmanagement mit System

Das Ferrero-Umweltmanagement beleuchtet Produktionsprozesse, erstellt Ziel- und Maßnahmenkataloge und koordiniert deren Umsetzung. Zum Teil erfolgt dies auf Basis zertifizierter Umweltmanagementsysteme: Elf Ferrero-Produktionsstätten verfügen über ein nach ISO 14001:2004 zertifiziertes Umweltmanagementsystem, zwei haben für ihr Energiemanagement eine Zertifizierung nach ISO 50001:2011 erhalten. Die Ferrero-Produktionsstätte und das Lager im hessischen Stadtallendorf verfügen übrigens über beide Zertifikate.


Jüngste Erfolge und langfristige Ziele

Auf dem Weg zu dem Ziel, Umwelteinflüsse weitgehend zu minimieren, konnten wir bereits Erfolge verzeichnen. Sie sind uns ein Ansporn dafür, in unseren Bemühungen nicht nachzulassen - Beispiele: 
Bei unseren Initiativen zur Reduzierung des Wasserverbrauchs setzt sich der bisherige positive Trend fort. 2013/2014 ging in der Ferrero-Gruppe der Wasser-Verbrauch gegenüber dem vorhergehenden Geschäftsjahr um fast 6 Prozent zurück. Auch die produktionsbezogenen CO2-Emissionen in den Ferrero-Werken wurden um weitere 5 Prozent verringert.
Bis zum Jahr 2020 werden wir unseren CO2-Ausstoß weiter verringern: Die Emissionen, die auf unsere Produktionsaktivitäten zurückgehen, werden wir um 40 Prozent gegenüber dem Wert von 2007 reduzieren. Die Emissionen, die mit Transport und Lagerung verknüpft sind, wollen wir um 30 Prozent, bezogen auf den Wert von 2009, verringern.
Dazu trägt bei, dass wir uns das Ziel gesetzt haben, bis zum Jahr 2020 75 Prozent der in den europäischen Werken verbrauchten Energie aus eigener Produktion zu gewinnen, 25 Prozent davon aus eigener nachhaltiger Produktion.

Auch der Standort Deutschland trägt zur Erreichung dieser Zielsetzungen bei – mit Ergebnissen, die sich sehen lassen können:
 

  • 42 Prozent des Strombedarfs im Werk Stadtallendorf wird im Kraft-Wärmekopplungsverfahren durch Gasturbinen erzeugt. Die hierbei entstehende Abwärme wird für Produktionsprozesse genutzt. Der zugekaufte Strom stammt zu 100 Prozent aus zertifizierter Wasserkrafterzeugung.
  • Mit zusätzlichen 22 Kilowatt peak an Solarpaneelen steigt die Leistung der in Stadtallendorf installierten Solaranlagen auf insgesamt 636 Kilowatt peak.

Ganz besonderes Gewicht wird im Werk Stadtallendorf vor allem darauf gelegt, so wenig Energie wie möglich zu verbrauchen. Zu diesem Zweck wurde zum Beispiel unter dem Titel „Vier Jahreszeiten“ ein umfangreiches Energieeffizienz-Programm ins Leben gerufen. Ziel des Programmes ist, Einsparpotenziale bei Druckluft-, Beleuchtungs-, Klimatisierungs- und Heizsystemen zu analysieren. In der Folge wurden Kühlsysteme ausgetauscht, Rohrleitungen isoliert oder schneller schließende Türen zwischen unterschiedlichen Temperaturzonen im Lager installiert. Vor allem aber wurden die Mitarbeiter für das Thema sensibilisiert. Sie tragen nun mit geschärftem Blick und eigenen Ideen zur Steigerung der Energieeffizienz im Werk und in den Büros bei.


Rückverfolgbarkeit und Nachhaltigkeit bei Rohstoffen

Ferrero schätzt, dass 20 Prozent der Umweltauswirkungen in der Ökobilanz einer Süßware auf den eigentlichen Herstellungsprozess zurückzuführen sind. 70 Prozent der Umweltauswirkungen fallen dagegen in den Bereich der Erzeugung der landwirtschaftlichen Rohstoffe sowie der Verpackungsmaterialien. Die Ferrero-Gruppe hat sich deshalb herausfordernde Ziele in Bezug auf Rückverfolgbarkeit und Nachhaltigkeit innerhalb der Lieferkette gesetzt, vor allem bei den Hauptrohstoffen sowie bei Papier und Karton. Ferrero führt daher sogenannte „Life Cycle Assessment" (LCA)-Studien für seine Hauptrohstoffe durch, um ein besseres Verständnis der Lieferketten zu erhalten und einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess in Gang zu halten.

Minimierung der Umweltauswirkungen: Projekt FER-Way
Die Ferrero-Gruppe widmet dem Schutz des Planeten große Aufmerksamkeit. Daher hat sie es sich zum Ziel gesetzt, ihr starkes Interesse nach Wachstum mit großer Sorgfalt für die damit verbundenen Umweltauswirkungen zu verbinden.
Im Geschäftsjahr 2013/2014 wurde das Projekt „FER-Way – Ferrero Environmental Responsibility Way“ gestartet. Ziel des Projektes ist es, in Übereinstimmung mit den Prinzipien der Ferrero-Gruppe einen langfristigen Ansatz zum Umgang mit ökologischer Nachhaltigkeit zu erarbeiten. Das Projekt basiert auf dem Ansatz des „Life Cycle Thinking (LCT)“, der die verschiedenen Lebensphasen der Produkte und deren Hauptauswirkungen auf die Umwelt bereits bei ihrer Planung berücksichtigt und baut auf vier Maßnahmen auf:

  • Messen – des ökologischen Fußabdrucks der Aktivitäten der Ferrero-Gruppe unter Verwendung anerkannter Kennzahlen und Überwachung der Fortschritte.
  • Planen – der Produkte, Verpackungen, Maschinen und Gebäude durch Festsetzung mittel- bis langfristiger Ziele
  • Schulen – der Mitarbeiter, Lieferanten und Kunden durch Weiterbildungs- und Informationsmaßnahmen

Kooperieren – mit Universitäten, Verbänden, Forschungseinrichtungen, Lieferanten und NGOs im Rahmen gemeinsamer Projekte.