Nachhaltiger Anbau

Verantwortung in Rohstoff-Lieferketten

Qualität beginnt bei Rohstoffanbau und -auswahl

Unsere wichtigsten landwirtschaftlichen Rohstoffe sind Kakao, Zucker, Palmöl, Haselnüsse, Kaffee, Mehl und Eier. Ihre Auswahl erfolgt nach strengsten Kriterien: der qualitativen Exzellenz der Rohstoffe sowie ihrer Nachhaltigkeit – in ökologischer wie in sozialer Hinsicht. Die Ferrero-Gruppe legt dabei großen Wert auf direkte und langfristige Geschäftsbeziehungen mit Produzenten und Lieferanten von Rohstoffen. Im Ferrero Code of Business Conduct sind die Grundvoraussetzungen für die Zusammenarbeit festgeschrieben: in Bezug auf die Qualität und Frische der Rohstoffe ebenso wie in Bezug auf ethische Grundsätze und Nachhaltigkeitsprinzipien.
In Übereinstimmung mit diesem generellen Ansatz trägt Ferrero Deutschland im Werk Stadtallendorf den hohen Anforderungen an die Qualität der Ferrero Rohstoffe auch vor Ort Rechnung. Wir unterziehen alle Rohstoffe, die am Standort eingehen, strengen Qualitätskontrollen und nehmen auch während des gesamten Herstellungsprozesses Proben. So stellen wir die gleichbleibend hohe Qualität und den unverwechselbaren Geschmack unserer Produkte sicher. 

Engagement für nachhaltigen Kakao

Derzeit bezieht die Ferrero-Gruppe jährlich etwa 130.000 Tonnen Kakaobohnen, die für unsere Produkte weiterverarbeitet werden. Priorität hat dabei nicht nur die Beschaffung von Kakao bester Qualität, sondern auch die Unterstützung der Kakaobauern in den Erzeugerländern. Wir helfen ihnen, Kenntnisse und Kompetenzen zu erweitern, um Kakao nachhaltig anbauen zu können und die eigenen Lebensbedingungen zu verbessern.
Schon 2020 wird die Ferrero-Gruppe zu 100 Prozent als nachhaltig zertifizierten Kakao verwenden. Hierbei arbeiten wir eng mit verschiedenen Zertifizierungssystemen zusammen, die sowohl soziale als auch ökologische Standards überprüfen. Damit unterstützen wir mehr Nachhaltigkeit entlang der gesamten Kakaobeschaffungskette - ausgehend von den Farmern und ihren lokalen Gemeinschaften. Ein Engagement, das Anerkennung findet: So wurde Ferrero im Jahr 2018 mit dem Fairtrade-Award in der Kategorie Hersteller ausgezeichnet und beim Deutschen Nachhaltigkeitspreis in der Kategorie „Unternehmenspartnerschaften" unter die Top3-Unternehmen gewählt (s. auch hier: Auszeichnungen).

100 Prozent nachhaltiges Palmöl

Auch bei der Beschaffung von Palmöl legen wir strenge Maßstäbe an: Für das Palmöl, das wir verwenden, dürfen keine Rodungen vorgenommmen werden. Denn die Biodiversität in den Anbaugebieten sowie die Lebensbedingungen der Menschen vor Ort sollen geschützt werden. Bereits seit Ende 2014 verwendet die Ferrero-Gruppe daher zu 100 Prozent als nachhaltig zertifiziertes, segregiertes RSPO Palmöl und achtet auf Rückverfolgbarkeit: Das von Ferrero eingesetzte Palmöl kann bis zu den Ölmühlen und zum allergrößten Teil bis zu den Plantagen, auf denen die Palmfrüchte gewachsen sind, rückverfolgt werden.
Ferrero engagiert sich seit Jahren für mehr Nachhaltigkeit in der Palmöl-Lieferkette. Bereits seit 2005 ist die Ferrero-Gruppe aktives Mitglied des internationalen Roundtable on Sustainable Palm Oil (RSPO). Aufgabe des RSPO ist es, die internationalen Standards zu definieren, die eine Zertifizierung von Produktion und Verarbeitung von Palmöl nach Kriterien des Umweltschutzes und der Nachhaltigkeit ermöglichen.
Zusätzlich zum RSPO hat die Ferrero-Gruppe ihre Anstrengungen zur nachhaltigen Palmölbeschaffung verstärkt und eine eigene Ferrero Palmöl-Charta definiert. Diese legt fest, dass nur Palmöl aus bekannten Quellen eingekauft wird, die nicht zu Rodungen, Artensterben, Treibhausgas-Emissionen und Verstößen gegen Menschenrechte beitragen. Darüber hinaus beteiligt sich Ferrero seit November 2014 an der Palm Oil Innovation Group (POIG), zu deren Mitgliedern auch Greenpeace und der WWF gehören. POIG baut auf den RSPO-Standards auf und berücksichtigt zudem weitere soziale und ökologische Aspekte.

Weitere Rohstoffe

Auch bei Kaffee legt Ferrero Wert auf Nachhaltigkeit. Bereits heute verwenden wir ausschließlich Kaffee aus zertifiziert nachhaltigem Anbau. Bei Haselnüssen und Rohrzucker arbeiten wir daran, vollständige Rückverfolgbarkeit herzustellen beziehungsweise aus nachhaltigem Anbau zu beziehen. Die Eier für die Backwaren, die wir im Werk Stadtallendorf produzieren, stammen übrigens ausschließlich aus Bodenhaltung.

Engagement für die Erzeuger


Ferrero engagiert sich gemeinsam mit Partnern dafür, auf bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen von Rohstoffbauern hinzuwirken. So sind wir Mitglied der World Cocoa Foundation (WCF), der International Cocoa Initiative (ICI) und Mitglied im Forum Nachhaltiger Kakao. Diese Bündnisse aus Unternehmen, Verbänden, Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen, Forschungseinrichtungen und standardsetzenden Organisationen begleiten Kakaobauern vor Ort auf dem Weg zu einem nachhaltigen Kakaoanbau und setzen sich dabei auch gegen missbräuchliche Kinderarbeit ein. Zudem fördern wir Projekte in Ghana und Ecuador zur Unterstützung von Kakaofarmern durch Ausbildungsmöglichkeiten und die Verbesserung von Infrastruktur- und Arbeitsbedingungen. An der Elfenbeinküste ist Ferrero in Kooperation mit Fairtrade langjähriger Partner der Kooperativen-Union ECOOKIM, die Kakao zu Fairtrade-Bedingungen anbaut.
Das Engagement der Ferrero-Gruppe bezieht sich jedoch nicht nur auf die kakaoanbauenden Regionen, sondern auch auf Anbaugebiete von Haselnüssen wie zum Beispiel die Türkei. Hier beteiligt sich Ferrero im Rahmen der Association of Chocolate, Biscuit and Confectionery Industries of Europe (CAOBISCO) – dem führenden Finanzgeber einer öffentlich-privaten Partnerschaft mit der internationalen Arbeitsorganisation (ILO) der Türkei – an einem Projekt, das sich für die Abschaffung missbräuchlicher Kinderarbeit bei der Haselnussernte einsetzt. Ein wichtiger Teil des Projektes konzentriert sich darauf, die Haselnusslandwirte und Arbeitsvermittler in den Anbauregionen stärker für das Thema zu sensibilisieren.